MeerkatWorldWide

06August
2016

Nagoya - Betonung auf dem ersten A!

Helsinki liegt weit hinter mir, und ich hab nun das gemäßigt warme Wetter Europas gegen schwül-heiße Temperaturen eingetauscht. Ungelogen, man tut sich schwer, sich daran zu erinnern, wann man das letzte mal NICHT nass war. D-:
Bei 35°C und 80% Luftfeutigkeit ist man eigentlich am dauerschwitzen und man fragt sich, warum man sich überhaupt die Mühe macht, duschen zu gehen, innerhalb von fünf Minuten klebt sowieso wieder alles ...
Außenahme bilden da die Besuche in diversen klimatisierten Geschäften, diese sind dann aber so stark runtergekühlt, dass man schon wieder überlegt, vielleicht doch die Jacke rauszuholen.

Das kenn ich doch irgendwo her ... :-D

So war zumindenst mein ersten Eindruck von Nagoya, und auch wenn man sich nicht direkt daran gewöhnt, man akzeptiert es irgendwann. :-) Und dann kann man Nagoya auch wirklich genießen.

Die Stadt ist unglaublich bunt, das ist zumindenst der Begriff, der am besten darauf passt. Es prasseln so viele neue Eindrücke auf mich ein, dass sich die Zeit hier viel länger anfühlt, als sie in Wirklichkeit ist.
Das fängt bei diesem Geld an (man kann sich die Cent-Stücke auch sparen, wenn man die Währung so stark schwächt, dass ein Yen grob gerundet 1ct entspricht), geht über die Supermärkte, in denen ein einzelner Apfel umgerechnet 3,00€ kostet, dafür aber glänzt wie einlackiert. Auf der anderen Seite kann man in den Convenience Shops ganze Mahlzeiten für mehr oder weniger kleines Geld kaufen.
Und dann die Sache mit dem Müll ...
Ich bin ja ein Fan der deutschen Mülltrennung, weshalb ich mich eigentlich mit Händen und Füßen gegen das, was hier gemacht wird, wehren will, aber leider sind sie hier doch sehr, sehr strikt dabei.
Aber ehrlich, was soll denn das? Unterscheidung in Brennbar und nicht brennbar, und dann ist sauberes Plastik zwar nicht brennbar, aber mit Essenresten verschmiertes Plastik ist plötzlich brennbar?! o.O

 

Okay, zu schöneren Dingen als Müll.
Am Tag meiner Landung - ich war erfreulicherweise weniger Muß als ich erwartet hatte - sind wir zum Nagoya Castle gegangen, eine wunderschöne Anlage, allerdings ein Nachbau errichtet auf den Ruinen der alten, nachdem diese im zweiten Weltkrieg fast vollständig zerbombt wurde. Nur ein paar Mauerreste und ein vollständig überwucherter Burggraben stehen noch.

 Auf unserem Weg zun Schloss lag zuvor noch ein Gebäude, welches vollständig aus Holz errichtet war, und das man auch nur mit den berühmt berüchtigten japanischen Pantoffeln betreten durfte. Grund dafür war, dass man die ganzen alten Räum wieder aufgebaut hat, mit den typisch bemalten Wänden, und alles aus Holz, das ganze Gebäude hat eindringlich, aber sehr angenehm nach frisch polierten Holz gerochen.

Ein bisschn weiter den Weg entlang hat man dann das eigentliche Schloss wieder aufgebaut.

Die goldene Skulptur soll einen Delphin darstellen, einen golden Kinshachi, zwei von denen schmückten bzw. schmücken die Giebel des Schlosses, und stellen heute das Symbol Nagoyas dar, das heißt, man findet sie überall!
Schlüsselanhänger, Miniaturen, Karikaturen und als kleine Männchen im Anzug in der U-Bahn, die dich ermahnen, auf dem Bahnsteig nicht zu rennen.

Wenn man die sieben Stockwerke nach oben geklettert ist, hat man einen wunderschönen Überblick über Nagoya.


Sooooweit der erste Streich, mein erster Tag in Japan - Nagoya.
Alles, alles Liebe aus dem Land der aufgehenden Sonne, Aneka :-)

02August
2016

Helsinki - Klappe die Erste

Ich gebe zu - dieser Eintrag existiert nur, damit ich auf der Weltkarte eine Markierung in Nordeuropa habe. :-D
Viel zu sehen gibt es leider nicht. Ein kleiner Teil von mir hatte noch gehofft, in der Nacht das eine oder andere Nordlicht zu sehen, aber vielmehr als Wunschdenken, dass Mama mir in den Kopf gesetzt hat - Danke hierbei ;-) - war das leider nicht.

Der Flughafen an sich ist GIGANTISCH! Ich weiß nicht genau, wie lange man auf anderen Flughäfen zum Gate unterwegs ist, aber damit man als Passagier nicht allzu unwissend umher läuft, werden hier die Zeiten angezeigt, die man von der jeweiligen Anzeigetafel bis zu seinem Gate zu Fuß benötigt. Und di schwanken dann zwischen fünf und zwanzig Minuten. 
Ich werde beim nächsten Mal die Zeit messen, damt ich einen Vergleich habe. :-D

Ein paar (cliché-behaftete) Worte zu den Finnen:
- Sie sind Rentier-verrückt. Ganz ernsthaft, an gefühlt jedem Zeiten Shop kann man original Rentierfelle kaufen - falls einem im Flugzeug kalt wird und man die Decke vergessen hat. :-D

- Sie verehren das Tageslicht, weshalb es hier genutzt wird, um sogenannte "Daylight-offer" anzubieten - spezielle Angebote in den Shops und Restaurants, die nur so lange gelten, wie die Sonne am Himmel steht. (Was ich momentan wenig sinnvoll finde, immerhin wurde ich um 5:00 morgens vom Sonnenaufgang geweckt)

- Offensichtlich liiiiieben sie Weihnachten - anders kann ich mir das nicht erklären, warum ich auf dem Flughafen jetzt schon kleine Wichelt mit roten Mützen kaufen kann ...

- Ich mag die Finnen jetzt schon, ohne mich überhaupt mit einem echten Finnen unterhalten zu haben. Immerhin bieten sie kostenlos Steckdosen und unbegrenztes WLAN an - wer so Backpacker-freundlich ist, is mir doch gleich ungemein sympatisch.
Da kann sich Tegel mit seiner knausrigen einen Stunde Internet noch eine Scheibe abschneiden. ;-D

Genug der vorschnellen Meinungsmache. In knapp zweieinhalb Stunden geht mein Flieger nach Nagoya, dem eigentlichen Ziel meiner Reise, und bis dahin, liebe Grüße aus dem Norden.

25Juli
2015

Hin und wieder zurück - Die Geschichte des kleinen Meerkat, Teil V

Sooo, viel mehr habe ich jetzt nicht mehr zu sagen.

Die letzte Etappe unserer Neuseeland-Reise waren die Glowworm-Caves bei Waitomo, ein wunderschöne Landschaft unter Erde aus Tropfsteinen und kleine Seen. Und durch die (theoretische) vollkommene Abschottung vom Tageslicht bieten die Höhlen den perfekten Lebensraum für Abermillionen kleiner Glühwürmchen.

Und wenn man dann die vom Lampenlicht erhällten Gänge verlässt, und mit einem kleinen Boot auf das Wasser hinaustreibt, sieht man sie wie einen zweiten Sternenhimmel über sich funkeln. 

Ich verweise hier auf die Website der Waitomo Glowworm Caves, weil Fotografieren in der Höhle weder erlaubt, noch möglich war, und ich mir nicht ohne Erlaubnis irgendwelche Bilder aus dem Internet "borgen" möchte. Schnuppert mal rein, die Bilder sind wirklich unglaublich.

http://www.waitomo.com/Waitomo-Glowworm-Caves/Pages/Daily-Photos.aspx

 

Die Nacht haben wir dann im Hobbit-Motel verbracht, und auch davon habe ich leider verpennt Fotos zu machen, also erneut ein Weblink.

http://www.woodlynpark.co.nz/thehobbitmotel.html

Ich gebe zu, nicht unbedingt eine Backpacker-übliche Bleibe, aber die eine Nacht war das Geld echt wert, und wir haben es sehr genossen, eine Nacht mal wieder in einem richtigen Bett zu schlafen.

Und am nächsten Morgen mussten wir dieses wunderbare Bett auch schon wieder viel zu früh verlassen, und haben uns auf den Weg zurück nach Auckland gemacht, haben unser lieb gewonnenen Campervan wieder abgegeben - was wunderbar entspannt geklappt hat und nach dem Ärger mit Travelwheels eine ehte Wohltat war - und sind zum Flughafen.

Ich danke allen, die meine Reise dieses Jahre virtuell mitverfolgt haben, auch wenn ich sicher nicht immer die zuverlässigste Berichterstatterin war. Ich bin inzwischen schon seit zwei Monaten wieder zuhause, und jetzt hat auch mein Blog endlich wieder Deutschland erreicht.

Es war ein wunderschönes Jahr, aber ich bin auch überglücklich wieder zuhause zu sein, und freu mich jetzt auch das nächste Jahr, und die nächsten Reisepläne nisten sich schon im Hinterkopf ein.

 

Alles, alles Liebe wünscht ein letztes Mal, das Meerkat.

23Juli
2015

Hin und wieder zurück - Die Geschichte des kleinen Meerkat, Teil IV

Und wir näher uns einem Ende!
"Hat ja auch lange genug gedauert!!" Ich weiß, Schande über mich ...

Dafür leg ich jetzt den Endspurt ein. Ich nehm euch mit zu einem Ort, der nicht von dieser Welt ist, und doch so versteckt mitten in den grünen Insel Neuseelands liegt.

Lassen wir die Bilder sprechen.

Sieht noch recht unscheinbar aus, oder?
Der grüne Rasen gehört zur Alexander Farm - 500 Hektar groß, immer noch in Betrieb und Heimat ungefähr 13000 Schafen und 300 Rindern. Und mitten zwischen ihnen:

Insgesamt gibt es 37 Hobbithöhlen, einige auf Hobbitgröße, andere "menschengroß", einen kleinen Obst- und Gemüsegarten in der Mitte der Hügel, dem Gasthaus "Grüner Drache" und eine kleine Mühle mit dazugehörendem Fluss.
Der eigentlich ein See ist.

Jeden Tag rennt eine Gruppe von Gärtner durch Hobbiton, und sorgen dafür, dass alles noch genauso aussieht, wie vor fast fünfzehn Jahren, als das Filmset erbaut wurde.
Und das grüne Zeug, was auf den Zaunpfählen wuchert, ist kein echtes, lebendes Moos, sondern eine künstlich angemischte Masse, die unter anderem Joghurt enthält ...

 

Dieser große Baum auf dem Foto, ist einer der Gründe, warum sich Peter Jackson damals für genau diese Farm entschied, denn er entsprach genau seiner Vorstellung von dem Party-Baum aus dem ersten "Herr der Ringe", als Bilbos 111. Geburtstag gefeiert wird.

Die wohl bekannteste Hobbithöhle der Welt, ist im inneren genauso leer, wie alle anderen Höhlen auf der Farm. Es gibt nur den kleinen Streifen Wand, der hier auf dem Foto zu sehen ist, damit deim Drehen der Anschein entsteht, die Höhle sei tatsächlich bewohnt, weiter hinten kommt nur noch Erde, und die eigentliche Wohnung wurde ein paar hundert Kilometer weiter in den Filmstudios gedreht.

Schade eigentlich.

Die Mühle des Dorfes:

Und die Dorfkneipe, "Der Grüne Drache", hier in menschengröße und mit einem ausgewählten Auswahl and Hobbitspezialitäten.

Und der Drache ist handgeschnitzt. Jede einzelne Schuppe!

Soweit - liebe Grüße aus Hobbiton, Mittelerde.

15Juli
2015

Hin und wieder zurück - Die Geschichte des kleinen Meerkat, Teil III

Wir sind weiter, ein kleines Stück nördlich von Taupo, zu einem Ort, der den nicht sehr isländisch klingenden Namen "Orakei Korako" trägt. Dahinter verbirgt sich eine wunderschöne Landschaft, geformt aus den geothermalen Aktivitäten der Insel.

Heiße Quellen, bizarre Formationen aus Kalt und anderen an die Oberfläche geschwemmten Mineralen, blubbernder Matsch und viel, viiiiiel Dampf.

Stinkender Dampf.

Du wirst gebeten, deine Hand in keinen der kleineren oder größeren Wasserströme zu halten, weil - die der Dampf schon zeigt - das Wasser ist heiß!

Die Versuchung war groß, denn, egal wie alt man wird (ich kann hier nur für mich sprechen), die Neugier bleibt immer die eines Kleinkindes. Man lernt ja auch nicht dazu.

Wir haben´s aber niht gemacht, keine Sorge. Am Ende hat uns der Dampf doch überzeugt, dass es SEHR heiß ist.

Das hat gestunken ...

Und das war kein Schnee ...

Diese Mud Pools (Schlammbad) haben weniger gestunken, dafür die unteren Becken. Ich glaub, die waren mit schwefelhalten Wasser gefüllt.

Später sind wir dann in Rotorua in ein Spa gegangen, in dem man sich zunächst wunderschön mit Matsche einschmiren konnte, und im Anschluss in ein Becken mit schwelfelhalten Wasser zu steigen. War mal ganz schön, auch ganz schön teuer, aber kein Muss für jeden Tag. Dafür hat mir der Schwefel auch zu sehr die Tränen in die Augen getrieben.

04Juli
2015

Hin und wieder zurück - Die Geschichte des kleinen Meerkat, Teil II

Nachdem die Straßen aus Wellington wieder frei waren, sind wir weiter gen Norden zum Tongariro National Park.

Und es wurde kalt. Arschkalt, wenn ich mir den Ausdruck mal erlauben darf. Aber nach neun Monaten australischer Wärme war uns fast ein wenig nach verzweifeln zumute, als wir die schneebedeckten Gipfel sahen und morgens beim Rausklettern aus dem kuschligen Bett am liebsten gleich wieder umgekehrt wären.

Letzendlich hat sich die Überwindung aber doch gelohnt.

"Man kann nicht einfach nach Mordor spazieren!"

Besonders nicht im Mai, ohne Handschuhe, Schal oder Mütze. Und ohne gefütterte Stiefel, denn zwischenzeitlich hab ich schon überlegt, ob meine Zehen nun endgültig abgeforen sind, ober es doch noch Hoffnung gibt.
Wir haben uns dann auch gegen den langen Walk in den Nationalpark hinein entschieden, obwohl ich das schon gerne gemacht hätte, aber noch ist nicht aller Tage Abend, und irgendwann wird wieder ein Flieger gehen.

Wie ich Wikipedia entnehmen konnte, sind die drei Vulkane im Park doch noch aktiv und haben die (für mich mal mehr und mal weniger) unaussprechbaren Namen Mt. Tongariro, Mt. Ngauruhoe und Mt. Ruapehu.

Zweiterer diente im "Herrn der Ringe" als Vorlage des Schicksalsberges, und wird so für mich auf wenig auch nur diesen Namen tragen. Lässt sich auch leichter merken.

Wir sind dann noch ein wenig weiter, und haben einen etwas kürzern Walk gemacht. Zu der Zeit war die Sonne dann auch shcon höher geklettert und man konnte sich wieder etwas freier machen, aber da am Horizont schon wieder Regenwolken erschienen, haben wir dann den Rückzug angetreten.

Wer sieht den Regenbogen?

29Juni
2015

Hin und wieder zurück - Die Geschichte des kleinen Meerkat, Teil I

Weiter geht´s.

Am 10. Mai haben wir uns mi Bus und Bahn wieder auf den Weg nach Sydney begeben, Jana von dort noch weiter nach Brisbane - getrennt nach über sechs Monaten gemeinsamen Reisens!
Grund der Zwangstrennung war ganz einfach, dass mein Flieger von Sydney ging, und ihrer von Brisbane.

Nach drei Stunden Flug - in die mit Quetschen, Vorspulen und Weglassen der drittte "Herr-der-Ringe" reingepasst hat - kam ich dann in Ackland, am nördlichen Ende der Nordinsel von Neuseeland an, und Jana durch tüftige Rückenwinde fast zeitgleich mit mir. Und als sich die Neuseeländischen Sicherheitsbehörden dann endgültig davon überzeugt hatten, dass wir auch keinen ausländischen Schmutz an unseren Klamotten, Rucksack usw. hatten (nach dreifach Nachfragen, einem Fragebogen, Spührhunden und einmal zusätzlich Durchröntgen), durften wir endlich aus dem Flughafengebäude raus und draußen in das Taxi hüpfen, dass uns zur Campervan-Vermietung brachte.

Ich halte das Reisen per Auto immer noch für einen der besten Wege ein land zu erkunden, trotz der kleinen Pleite mit unserem Auto in Australien, aber für die zehn Tage in NZ haben wir uns eins gemietet, und damit kann ich mich überhaupt nicht beklagen. Alles hat super funktioniert, der kleine Van hatte weitaus mehr Komfort als unser Auto, was eigentlich nur an dem gebauten Gestell unter der Matratze lag, in dem man sein ganzes Zeug verstauen konnte, sodass es nicht irgendwo im Auto rumlag.

Soweit dazu, und nach einem Zwei-Wochen-Einkauf an Pasta und Kornflakes, sind wir dann raus aus Auckland. Wir sind nicht ganz so weit gefahren an diesem Abend, weil es schon spät war und um sechs Uhr quasi schon dunkel, und so haben wir uns dann einen Platz für die Nacht gesucht.

Und an diese Sicht am frühen Morgen hätte ich mich gewöhnen können.

Die ersten zwei Tage sind wir eigentlich durchgefahren, weil wir die Insel von unten nach oben abfahren wollten, um pünktlich zum Abflug wieder in Auckland sein zu können, aber ich kann mich nicht beschweren - die Landschaft hat uns für die lange Fahrt entschädigt.  

Am späten Abend sind wir dann in Wellington angekommen. In der Stadt hat sich kein Ort zum Campen gefunden, also sind wir etwas weiter raus gefahren, and die Küste und haben dort gecampt. Am Ende sogar für zwei Nächte, weil wir die Stadt am nächsten Abend nicht wie geplant schon Richtung Norden verlassen konnten, weil es den ganze Tag immer wieder regnete und schließlich beide Highways - DIE Hauptstraßen aus der Stadt raus - überschwemmt und gesperrt waren. Finde den Fehler.

Erstaunlicherweise war unser Platz nicht überflutet ...

Wellington

Bezüglich Fahren ist Wellington genauso wie Sydney, Birsbane, Melbourne oder auch Auckland - anstrengend!
Trotzdem - es ist mehr oder weniger die Geburtsstätte der ganzen Mittelerde-Filme, Regisseur Peter Jackson wohnt hier und unsere Führerin während der Tour, zeigte uns im Vorbeifahren sein Filmstudio, seine Büroräume und ein paar Werkstätten, dort, wo die ganze Kulissen gefertigt werden. Und sein Auto!!! 
Und dann meinte sie, dass sie ihn schon eine Weile nicht mehr gesehen hätte. Genauso, wie wir die Abwesenheit eines Nachbarn bemerken würden ...

Vermutlich sind die hier alle etwas Mittelerde-verrückt, was ich VOLLKOMMEN nachvollziehen kann! Sie hat uns erzählt, wie Wellington aussah, als 2003 die Premiere von "Die Rückkehr des Königs" stattfand - der rote Teppich durch die ganze Stadt durch, Millionen von Menschen, die neuseeländischen Flugezeuge bemalt mit den Charakteren!

Zur Tour durch Wellington - "Herr-der-Ringe"-Dröhnung pur!
Drehorte über die ganze Stadt verteielt, die schon erwähnten Filmstudios leider nur von außen, eine Flut an Hintergrundinformationen, die Zauberräume von WetaCave - und das alles klatschnass!

Drehort Isengard - Harcourt Park

Drehort Riveldell, aka Bruchtal

  

 

Von der Kulisse steht leider nur noch der Torbogen, den Rest mussten sie nach dem Dreh wieder abbauen, da sie ja auch mitten in das Waldstück hineingebaut hatten und natürlich für den Umweltschutz alles wieder so verlassen mussten, wie es vorher gewesen war.
Ohne den Hefter mit den unmittelbaren Fimbildenr zu genau diesem Baum, und jenem Fluss, hätte ich dort vermutlich nur Bäume gesehen.

Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!

Joggen in Mittelerde ...

$350.00 in meiner Hand!! Die Versuchung war sehr groß, ihn mir im Hobbitshop zu kaufen, aber ganz so locker saß das Geld dann doch nicht mehr. Obwohl der Ring billiger war, als die Kette an der er hängt: $150.00 Ring, ca. $200.00 Kette.

 

Und schließlich - das Schmuckstück der neuseeländischen Filmindustrie, die Menschen, die viele, viele Kreaturen, nicht nur aus Mittelerde, zum Leben erweckt haben - WetaCave.

Das sind die Leute, die die ganzen Waffen und kostüme anfertigen, die kleinen oder großen Figuren, die man als fan für teuer Feld ersteigern kann, die Masken und Protesen und die, die am Ende vor dem Computermonitor sitzen und dafür sorgen, dass im Kino alles so lebendig und echt aussieht. Und das nicht nur für Mittelerde.

 

Das war Etappe 1, an Tag 3 in Neuseeland,als nächstes geht´s nach Mordor!

28Juni
2015

Roter Sand erneut - Tribly Station

Schande auf mein Haupt, mein letzter Eintrag ist über zwei Monate her ... Eine große Entschuldigung an alle und das Versäumte hol ich jetzt dirket auf!

 

Versäumnis No.1: Zurück ins Outback, in die Mitte von Nirgendwo - Tribly Station

Ich hatte ja geschrieben, wir sind noch mal zurück ins Outback gefahren, zu unserem Job bei Liz und Gary Murray auf der Tribly Station. Und diesmal - richtig Outback!

Nichts gegen Craig und Susan und ihre Morrigan Farm, aber 3,5 Stunden Fahrt von Sydney und grüne Wiesen als Umgebung sind doch noch nicht so richtig Australian Outback, wie sie und weißmachen wollten.

Auf der Fahrt zur Trilby Station (die, nur so als Nebenbemerkung, ca. 11 Stunden gedauert hat, mit Bahn und Bus) verwandelten sich die grasbewachsenen Hügel wieder in roten Wüstensand, die Häuser verzogen sich nach und nach und die Außentemperatur klettere während der ganzen Fahrt um 8°C.
Sind wir in Sydney schon in etwas dickerer Jacke rumgelaufen und haben uns vor dem Regen verkrochen, konnten wir bei Liz wieder problemlos nur in Shorts und T-Shirt rumlaufen, auf wenn ich wahrheitsgemäß doch zugeben muss, dass es auch da langsam kühler wurde - es wurde immerhin Winter!

Zur Trilby Station - es ist eine Mischung auf Campingplatz und Farm. Liz hat sich um den erstgenannten Aspekt gekümmert, die Oranisation geschmissen, gekocht, geputzt, ist um vier Uhr morgens aufgestanden und rannte dann den ganzen Tag zwischen Büro, den Gästeunterkünften und was sonst nochso angefallen ist hin und her.
Gary ist auch um vier Uhr aufgestanden, und ist dann aber meistens irgendwo auf dem riesigen Farmgelände verschwunden. Und die hatten ordentlich was an Land - 320 000 Acres (laut Google ungefähr 130 000 Hektar) und irgendwo dort liefen einige Horden an Schafen und wilden Ziegen rum.

Höchster Punk Trilby Station

Bild Nummer 2 bietet einen Bick von höchsten Punkt der Station.

Wir haben nicht soooo viel zu tun gehabt, vereinabert waren fünf Stunden Arbeit an sechs Tagen, einen frei, meistens haben wir für eineoder zwei Stunden Putzteufel in den Waschräumen und den Schlafräumen gespielt, danach sind wir zu Liz und haben getan, was gerade anstand.
Meistens war das, Kekse backen, und nebenbei Film gucken.

Oder bügel und Film gucken.

Ein paar Tage lang auf Zaun streichen, ganz entspannt mit Musik im Ohr.

Manchmal auf Harken, obwohl da das Anstrengenste der Kampf gegen Fliegen und Ameisen war (Ich lief in FlipFlops rum).

Man muss aber auch sagen, viel zu tun hat man nicht. Der Zeltplatz ist wirklich schön, mit dem Darling River gleich nebenan, und man kann auch Fischen oder Kanu fahren, aber ansonsten ...
Die nächste größere Ansammlung von Häusern ist Louth in 15 Minuten Entfernung mit dem Auto, aber viel mehr als eine Pup und einen Tennisplatz hat es nicht zu bieten.
Jedenfalls für Touristen, wir waren ein paar Mal mit Liz dort, und abends trifft sich dort jeder aus der Umgebung und man trinkt und quatscht zusammen. Die Leute sind alle sehr entspannt und freundlich, jeder kennt jeden und man hat noch mal eine richtige ur-australische Erfahrung, aber auf Dauer wäre das glaub ich nichts für mich. So, für die vier Wochen, war es aber ein richtig gelungener Abschluss.

Jedenfalls, um den Camper auch einen Eindruck von der Farm zu bieten, haben Liz und Gary den "Mud Map Drive" erstellt, eine Tour über das Gelände, die du nur mit einem Geländewagen machen solltest, weil der Weg weg von den befestigten Straßen führt und in die Wildnis hinein.
Wir druften uns am letzten Tag unseres Aufenthalts einen der Wagen ausleihen und sind mal los.

Erster Stopp war an dem alten Postkasten der Familie (2. Bild) der jetzt einsam und verlassen an Seite der Starße steht und längst keine Briefe mehr sieht.

Und obwohl mitten in der Wüste, ist es erneut erstaunlich grün.

Klar, auch extram trocken und staubig.

Obwohl ...

Ich würde die Seen nicht unbeding klein nennen, und ein paar gibt es davon, immerhin brauchen die Schafe ja auch was zu trinken.

Und in den Seen lebt sogar was!

Die kleinen Wesen heißen Yabbies, so eine Art Garnele, und man kann sie auch essen, aber erstens haben wir nur zwei gefangen und zweitens sind wir beide nicht so der Fan davon ...
Also haben wir sie zurück ins Wasser gelassen.

Liz und Gary haben überall auf dem Gelände kleine Attraktionen aufgestellt, sind nett anzusehen und in dem Hefter, der dir auch sagt, wie du zu fahren hast, damit du dich nicht verirrst, gibt es auch zu jeder davon eine kleine Geschichte.

Und mitten in der Wüste rosten die Fahrzeuge ehemailger Helfer auf der Farm vor sich hin, in dem Bus haben zwei sogar richtig gewohnt. Man kann auch noch in die erste Etage hinaufsteigen, die Treppe ist nur etwas klapprig und man muss aufpassen, wohin man tritt, aber ansonsten ...

Mit der Idee eine Wohnbusses könnte ich mich anfreunden.

Zum Schluss gibt es da noch den dritten See, den du erst gar nicht sehen kannst, und dich erst etwas veralberst vorkommst, so umgeben von roten Staub und im Hefter steht, es gibt irgendwo doch noch Wasser.
Aber wenn man dann einen kleinen Hügel hochgeht:

Am Rand des Sees steht noch das alte Farmhaus von Garys Eltern, in dem sie früher gewohnt haben. Man kann es betreten und ich glaub, der Großteil der Einrichtung haben sie bei ihren Auszug einfach drin gelassen. Sogar der Kühlschrank ist noch bestückt!

Ein Geisterhaus ...

Soweit von der Trilby Station, ein Gruppenfoto zum Abluss!
(Liz und Gary sind die zwei auf der rechten Seite)

 

09April
2015

Sum up! Etappe II

Weiter geht´s: Etappe II - Katoomba und die Blue Mountains

Craig und Susan haben uns mehr als einmal geraten, vor Sydney noch einmal einen Abstecher in die Blue Mountains zu machen, und das haben wir dann auch getan. Sogar länger als geplant, weil es in den Bergen mehrere freie Campingplätze gibt, die wirklich hübsch sind.
Der zweite, auf dem wir dann die meiste Zeit geblieben sind, lag in einem kleinen Tal, das man zwar nur über eine grauenhafte Serpentinen-Straße erreichen konnte, aber es gab einen kleinen, klaren Bach, in dem wir dann ganz old-school morgens unser Geschirr gewaschen haben, grüne Vegetation rund herum, abends überall Lagerfeuer und größtenteils ziemlich chillige Nachbarn.

Und dann natürlich auch wieder die wunderschöne Landschaft der Blue Montains ...

Grüne Täler:

"Mermaids Cave":

"The ruined castle", auf das man wunderbar raufklettern konnte: 

Und einen wunderschönen Blick über die Landschaft hatte: 

Irgendwann mussten wir dann aber doch endgültig zurück nach Sydney, und nisteten uns nach fast sechs Monaten mal wieder in einem Hostel ein.
Wir haben jetzt noch einen Farmjob - morgens geht´s das letzte Mal ins Outback! - für vier Wochen, bis wir dann am 10. Mai zurück fahren und am 12. Mai geht der Flieger nach Auckland, Neuseeland, für die allerletzte Etappe unserer Reise.

Ich melde mich hiermit erstmal wieder ab, und schreibe wieder, wenn ich zum letzten Mal nach Sydney zurückkehre - wir haben im Outback nicht unbedingt den besten Internetempfang. 

Ich freue mich jetzt meinerseits auf Neuseeland und dann auch endlich wieder auf Deutschland! 
Ein eigenes Bett, ohne Zimmernachbarn, die in Flugzeuglautstärke schnarchen, meine Familie und Freunde - ich bin jetzt nach acht Monaten mehr als bereit für den Rückflug.

Alles, alles Liebe an euch in Deutschland!!

 

07April
2015

Sum up! Etappe I

Hallo an alle! Ich lebe noch, und Schande über mich, dass ich so lange nichts mehr geschrieben habe.
Dafür kommt jetzt die große Bombe, die angefäuften Erlebnisse aus zwei Monaten.

Los geht´s.

Etappe I - Morrigan Farm

Nach Byron Bay und Port Macquarie hatten wir für uns selbst genug gesehen von der Ostküste, und fuhren wieder Mal ins Outback hinaus, für einen mehr oder weniger kleinen Farmaufenthalt bei Janas alten Arbeitsgebern. Wir hatten länger für die Strecke gebraucht, als ich anfangs erwartet hatte - auf der Karte sah das alles so kurz aus.

Wir sind dann nach ein paar Stunden Autofahrt in Mudgee angekommen, einer der größeren Orte in der Nähe der Farm, wobei "Nähe" hier mit australischen Verhältnissen betrachtet werden muss - eineinhab Stunden mussten wir noch weiterfahren, bis Jana endlich den Sandweg wiedererkannte, der von der Straße in die Felder führte.

Bei Craig und Susan sind wir dann etwa drei Wochen geblieben, und wollten gerne auch noch längern bleiben, aber da Besuch für die beiden anrückte, mussten wir leider weichen.

Schade eigentlich, wir haben die Zeit sehr genossen, was unter anderen auch daran lag, dass wir nach Monaten Autoreise mal wieder in einem richtigen Bett schlafen, und regelmäßig mit warmen Wasser duschen konnten! Jeah!!
Und die Farm war auch schön - Craig und Susan versuchen immer mehr vollständig selbstversorgend zu werden, pfanzen ihr eigenen Gemüse an, schlachten ihr eigenes Fleisch und haben quasi ihr eigenes Wasser, das aus mehren großen Wassertanks kommt und aufgefangenes Regenwasser ist.

Außer den zwei Hunden, Tessa und Odin, haben sie noch Hühner, Schweine, Alpakas, Schafe, Kühe - hab ich irgendwas vergessen?
Drei kleine Schweinchen kamen während unseres Aufenthalts dazu, und zahllose Kücken. Leider, leider sind von denen fast die Hälfte wieder gestorben ...
Trotzdem war es faszinierend, spannend und auch total putzig zu beobachten, wie die Eier im Imkubator lagen, erst vollkommen unberührt, aber man konnte schon fühlen, wie sich das Kücken im Ei bewegte, dann die Löcher in der Schale und das leise Piepsen, und zum Schluss die kleinen, flauschigen Kücken, die im Brutkasten herumtapsten.

Das war so eines meiner Highlights auf der Farm. Verständlich, oder?

Nebenbei mussten wir natürlich auch noch ein bisschen arbeiten, wenngleich bei weitem nicht so viel, wie auf anderen Farmen. Zur Hauptaufgabe wurde irgendwann die "Organic Weed Control", was nichts .andere ist als Unkrautbekämpfung im großen Stil, auf dem Feld, in der strahlenden Sonne und mit Machete und Spitzhacke. Und nach zwei Stunden geht das UNGLAUBLICH auf die Arme!

Am Ende haben wir es dann aber gerne gemacht, vor allem, da Craig dann mit dem Zäune bauen ankam. Lieber zehn Stunden Unkaut hacken, als Pfähle in harte Erde zu kloppen. Aber das Resutat kann sich sehen lassen:

Ich glaub, alles in allem waren es am Ende 400 Meter.

Und das war der erste Streich, und der zweite folgt sogleich! Also morgen. Liebe Grüße an Deutschland! Ich freue mich schon riesig auf unseren Rückflug!

 

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